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Ukraine: Discussions Webdesign - Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft, Discussions, exchange of ideas, controversies, opinions

Forum > Webdesign > Thread
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Subject: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 07.07.2005 12:26

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mit dem ersten Beitrag dieses Forum anzukurbeln.

Wenn ich so durchs WorldWideWeb surfe, finde ich immer noch sehr viele technisch, inhaltlich oder gestalterisch schlecht gemachte Websites kleiner und mittelständischer Unternehmen. Sehr oft sind die Verantwortlichen schlecht beraten worden oder haben die Website trotz fehlender Erfahrung selbst produziert.

Durch die Vielzahl von mehr oder weniger guten Dienstleistern ist es für die Kunden schwierig, einen Partner zu finden , der ihn versteht und erfolgreiche Lösungen für seine Ziele realisiert. Um Unternehmens- und Marketingziele auch im Medium Internet zu erreichen, ist viel Erfahrung und die richtige Strategie entscheidend.

Wie sind Ihre Erfahrungen?

Kurt Lochte


Brigitte Pfennig
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 07.07.2005 14:47

Hallo Herr Lochte,

nicht zu unterschätzen sind allerdings auch die Fälle, in denen zwar ein Webdesigner ein
schönes Layout erstellt hat, der zuständige Programmierer das aber nicht pixelgetreu umgesetzt
hat. Ich verstehe sowieso nicht warum ein Programmierer meist die Programmierung und
gleichzeitig die HTML-Umsetzung des Layouts macht.

Meiner Erfahrung nach haben Programmierer meist keinen Sinn für (grafische) Ästhetik,
Programmierer sind zufrieden wenn der Sourcecode "schön" aussieht. Aber alles
was danach kommt ist meist nur überflüssige "Pflicht" die dann halt auch nur halbherzig
gemacht wird.

Das Optimum ist es doch daher, daß der Programmierer programmiert, und Templates zur
Verfügung stellt in der die Elemente bereits als Rohform drin sind, also z.B. nur rudimentäre
HTML Elemente, Tabellen, Eingabefelder usw. Anschließend übergibt er diese Templates
an einen HTML Umsetzer, der dann das Layout pixelgenau umsetzt.

Meine Meinung.

Brigitte
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Nico Flemming
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 07.07.2005 14:54

Hallo Brigitte,

naja, ich denke da verallgemeinern Sie etwas zu sehr ;-)
Auch wenn ich die HTML-Erstellung auch meistens outsource, kenne ich durchaus ein paar fähige
Programmierer die auch spitzen HTML-Umsetzer sind.

Gruß,
Nico Flemming

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Wilfried J. Klein
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 08.07.2005 19:23

Hallo zusammen,

ich habe sehr gute Erfahrungen mit arbeitsteiligen Prozessen gemacht. Wenn jeder seinen Part kennt - also sämtliche Schnittstellen offenliegen - sind wirklich zufriedenstellende Ergebnisse erzielbar.

Viele Grüsse aus Mittelhessen
Wilfried
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Thomas Bimesmeier
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 11.07.2005 10:14

Ich möchte auf die Antwort von Brigitte eingehen.

>>
nicht zu unterschätzen sind allerdings auch die Fälle, in denen zwar ein Webdesigner ein
schönes Layout erstellt hat, der zuständige Programmierer das aber nicht pixelgetreu umgesetzt
hat. Ich verstehe sowieso nicht warum ein Programmierer meist die Programmierung und
gleichzeitig die HTML-Umsetzung des Layouts macht.
>
Meiner Erfahrung nach haben Programmierer meist keinen Sinn für (grafische) Ästhetik,
Programmierer sind zufrieden wenn der Sourcecode "schön" aussieht. Aber alles
was danach kommt ist meist nur überflüssige "Pflicht" die dann halt auch nur halbherzig
gemacht wird.
>
Das Optimum ist es doch daher, daß der Programmierer programmiert, und Templates zur
Verfügung stellt in der die Elemente bereits als Rohform drin sind, also z.B. nur rudimentäre
HTML Elemente, Tabellen, Eingabefelder usw. Anschließend übergibt er diese Templates
an einen HTML Umsetzer, der dann das Layout pixelgenau umsetzt.

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Brigitte Pfennig
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 11.07.2005 11:41

Hallo Thomas,

>> Meiner Erfahrung nach haben Programmierer meist keinen Sinn für (grafische) Ästhetik [...]

> Diese Aussage kann ich so nicht stehen lassen. Es stimmt zwar, das ein reiner Programmierer
> nur bedingt für graphische Gestaltungen "brauchbar" ist, ich habe aber auch die Erfahrung gemacht,
> das nicht wenige Designer Schwierigkeiten mit den speziellen Anforderungen des Internetdesign -
> speziel in seiner dynamischen Form wie es für CM-Systeme benötigt wird - Probleme haben.
> Webdesign ist kein Page-Design.
> Es ist technisch kein Problem pixelgenaue Ausrichtungen durchzuführen aber so wie man sich im
> Page-Design den Anforderungen des Printmediums anpassen muss, so gilt dies auch für das Webdesign.

Gerade in diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Sicher gibt es Ausnahmen, jedoch sehen viele
Programmierer diese Pixel einfach nicht, erst wenn man sie praktisch mit der Nase darauf
stößt. Du kannst einem Programmierer ein Layout geben welches er umsetzen soll. Wenn der
Programmierer dann denkt er wäre fertig, gibt es garantiert noch diverse Abweichungen vom
Original, die der Programmierer dann zwar fleißig behebt wenn man ihn darauf aufmerksam
macht, die er aber von selbst überhaupt nicht gesehen hätte. Beispielsweise Abstände
zwischen Elementen, Schriftgrößen, Farben etc.

> Gerade das was du im letzten Satz berschreibst, will der Betrachter in der Regel nicht haben. Das
> Optimum sehe ich darin, das der Designer einen Entwurf macht und diesen mit dem Entwickler bespricht
> und letzteren nicht als einfachen "Ausführungsarbeiter" sieht.

Das stimmt schon, zumindest sollte der Entwickler mit dem Grafiker besprechen, was davon technisch
überhaupt umzusetzen ist und was nicht, was ist sinnvoll in Hinblick auf Probleme mit unterschiedlichen
Browsern, Suchmaschinen etc.
Allerdings sind das ja meistens Vorgespräche die unabhängig von der anschließenden Umsetzung der Vorlagen in HTML geschehen.

Brigitte
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Thomas Bimesmeier
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 11.07.2005 11:54

Hallo Brigitte

>>
Gerade in diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Sicher gibt es Ausnahmen, jedoch sehen viele
Programmierer diese Pixel einfach nicht, erst wenn man sie praktisch mit der Nase darauf
stößt. Du kannst einem Programmierer ein Layout geben welches er umsetzen soll. Wenn der
Programmierer dann denkt er wäre fertig, gibt es garantiert noch diverse Abweichungen vom
Original, die der Programmierer dann zwar fleißig behebt wenn man ihn darauf aufmerksam
macht, die er aber von selbst überhaupt nicht gesehen hätte. Beispielsweise Abstände
zwischen Elementen, Schriftgrößen, Farben etc.

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Maurus Blank


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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 12.07.2005 18:59

Kurt Lochte schrieb am 07.07.2005 um 12:26:

> Wie sind Ihre Erfahrungen?

Wir als kleinere Agentur für Webdesign und serverseitige Anwendungen erfahren vor allem immer wieder das Unternehmen dazu neigen Praktikanten oder Aushilfskräfte "mal eben nebenbei" Ihre Webseite gestalten lassen. Grafiker sind angeblich zu teuer, pixelgenaues programmieren und redaktionelle Inhaltskonzepte sowieso. Daher gibt es auch erfolgreiche Unternehmen aller Größenordnungen deren Webseiten aussehen wie Kindergekritzel, weil die Seiten eben genau dies auch sind.

MfG, Maurus
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Maurus Blank


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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 12.07.2005 19:13

> Original, die der Programmierer dann zwar fleißig behebt wenn man ihn darauf aufmerksam
> macht, die er aber von selbst überhaupt nicht gesehen hätte. Beispielsweise Abstände
> zwischen Elementen, Schriftgrößen, Farben etc.

Ich weiss ja nicht mit wem Du zusammen arbeitest, vielleicht mit Praktikanten? Als Webdesigner sollte es selbstverständlich sein alles pixelgenau zu programmieren, jedoch gibt es Tücken und Ösen, vor allem wenn der Grafiker keinen Plan von Webdesign hat. Man kann im Netz nicht jedes Layout umsetzen, ein gutes Layout ist immer ein Zusammenspiel von Design UND Programmierung. Ganz zu schweigen von dem Content. Wir haben schon öfters Entwürfe bekommen die einfach nicht sinnvoll realsierbar waren und ich bin oft gegen Wände gelaufen wenn ich bei Entscheidern Verständnis für bestimmte Problematiken erwecken wollte. Gutes Webdesign hat seinen Preis den aber kaum einer bezahlen will, das ist in der Regel das Problem. Unternehmen die bereit sind gerade mal 2000€ für eine Webseite zu bezahlen müssen Abstriche machen, so ist das eben.

MfG, Maurus

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Brigitte Pfennig
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 12.07.2005 20:06

Hallo Maurus,

> Ich weiss ja nicht mit wem Du zusammen arbeitest, vielleicht mit Praktikanten? Als Webdesigner sollte es selbstverständlich sein alles pixelgenau zu programmieren, jedoch gibt es Tücken und Ösen, vor allem wenn der Grafiker keinen Plan von Webdesign hat

Klar, als Webdesigner ja, aber die wenigsten Programmierer sind doch gleichzeitig
Designer, das sind doch zwei grundverschiedene Aufgaben, auch wenn später
beides kombiniert wird.

Brigitte
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Theodor Rack
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 12.07.2005 21:40

Also ich denke heutzutage müss ein Web-Entwickler auch Layouts umsetzen können.
Gut, vielleicht kann er das Design nicht perfekt entwerfen, aber zumindest umsetzen
können sollte er es. Das gehört nunmal dazu.
Theo
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Wilfried J. Klein
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Subject: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 12.07.2005 22:23

Maurus Blank schrieb am 12.07.2005 um 07:13:

> Wir haben schon öfters Entwürfe bekommen die einfach nicht sinnvoll realsierbar waren und ich bin oft gegen Wände gelaufen wenn ich bei Entscheidern Verständnis für bestimmte Problematiken erwecken wollte.>

Hallo Maurus,

in welcher Form kommen denn die Entwürfe?

fragt der Wilfried, der auch kein Grafiker ist
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Maurus Blank


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Subject: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 13.07.2005 03:03

Hallo Board, in einem Aufwasch:

> in welcher Form kommen denn die Entwürfe?

Ich hatte schon alles dabei, Zeichnungen mit Kuli, Druckvorlagen von Flyern und Imagebroschüren, selbsterstellte Grafiken in exzentrischsten Formaten, eigentlich alle Sorten von Office, DTP und Grafik-Dateien. Meine persönlichen Favoriten sind Photos und Logos als eingelegte, skalierte Grafiken in einer Word Datei. Ihr müsstet mal meine Konverterbatterien sehen! Auch nicht schlecht sind vorhandene Frontpage Webseiten die "man ja nur schnell etwas verbessern muss". Und ich hatte mal eine etwa 30-seitige Word-HTML Webseite von irgendeinem Taucher als Vorlage bzw. "zum optimieren" weil "die Bilder sind etwas schwammig" und "die läuft nicht perfekt". Ein Kollege hat verzweifelt versucht dem guten Mann zu erklären warum wir die Orginalfotos bräuchten und das mit 200€ Budget das nicht wirklich zu machen ist, obwohl: "eigentlich ist die Webseite ja schon fertig"...

> Durch die Vielzahl von mehr oder weniger guten Dienstleistern ist es für die Kunden schwierig, einen Partner
> zu finden , der ihn versteht und erfolgreiche Lösungen für seine Ziele realisiert. Um Unternehmens- und > Marketingziele auch im Medium Internet zu erreichen, ist viel Erfahrung und die richtige Strategie entscheidend.

Hier muss ich dem Kollegen zustimmen und das Thema im eigenen Jargon noch etwas plattwalzen. Wie hier im Thread auch schon angedeutet sind Technik und Gestaltung von Webauftritten kein wirkliches Problem, es mag Ausnahmen geben. Wirklich wichtig ist individuelle Kundenberatung meinerseits und ein ausreichendes Budget Kundenseitig.

Nehmen wir einmal eine Herausforderung aus der Praxis:Ein Kunde möchte von uns eine Webseite haben in der er seine Dienstleistungen anbieten und beschreiben will. Der Aktualisierungsrhytmus liegt bei etwa 10 Seiten per Monat im Jahresschnitt, der Content zum Launch beträgt etwa 60 Seiten, 50 Fotos, 20 PDF Dateien. Dazu Newsletter, 5 E-Mail Formulare, nix besonderes also...
Das Budget liegt bei max 3000€, auch nix besonderes...
Es gibt keinen strukturierten Content, auch nix besonderes...
"Mein Schwager hat für den Fußballklub eine Webseite mit Scorelisten in der Freizeit gemacht" , also ist...
"...das was sie hier machen auch nix besonderes!"

Ich sags euch mal ehrlich, solche Leute glücklich zu machen und dabei nicht selber unglücklich zu werden, das ist die wahre Kunst des freiberuflichen Webdesigners! (Ich muss hier doch keine :-) hintippen, oder?) Mal im Ernst... wenn es einer schafft so einem Kunden zB eine Typo3 Lösung für 7000 Piepen aufzuschwätzen, gehört der ins Gefängnis oder in den 7ten Marketinghimmel? Pardon, ich wollte doch ernst bleiben...

In diesem Sinne, Kollegen, meine kleine gute N8geschichte, hier für euch zum schmunzeln, für mich als Abschluß einer viel zu langen Arbeitsnacht. Morgen versuche ichs nochmal mit "im Ernst" ;-)

Schlaft gut, Maurus
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Simon Fundner
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Subject: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 13.07.2005 17:49

Ich muss gestehen, dass ich nicht alle Beiträge gelesen habe, aber ich möchte hier mal meinen Standpunkt als Programmierer und Mediengestalter preisgeben.

Es geht meiner Meinung nach immer um 3 wichtige Punkte, welche bei der Erstellung einer gutaussehenden Homepage ins Gewicht fallen.

1) Die Anforderungen des Auftraggebers:
Viele Auftraggeber haben schon eine Idee im Kopf, wie Ihr Webauftritt mal aussehen soll und geben deswegen recht konkrete Anforderungen. Es ist nicht immer leicht sich an solche Dinge zu halten. Oft habe ich mir schon gedacht "Was für einen Mist erzählt mir der Typ da.. Das wäre der absolute Horror!" Ob es absurde Farbkombinationen sind, oder Ideen für Seiten bei welchen die Usability auf der Strecke bleibt - ich glaube das kennt jeder, der den Job schon etwas länger macht. Als Designer habe ich da die Wahl. Entweder ich sage dem Auftraggeber klipp und klar, dass seine Idee unangebracht ist und habe damit natürlich immer ein Risiko, oder ich verschweige es ihm heimlich, denn Geld gibt es ja trotzdem. Ich befürchte, dass in Deutschland häufig die zweite Methode genutzt wird...

2) Die Anforderungen der Kunden des Auftraggebers:
Ich denke man sollte immer beachten zu welchem Zweck eine Seite hergestellt wurde. www.heise.de z.B. ist ein informatives News-Portal. Ich nutze diese Seite nur um mir schnell einen Überblick über Neuigkeiten zu verschaffen und ich denke, dass diese Nutzungsart für die Seite am weitesten verbreitet ist. Hier eine grafisch anspruchsvolle Seite zu zaubern ist meiner Meinung nach sinnlos. Nicht nur, dass es längere Wartezeiten gibt und der Nutzer durch die hübschen Grafiken von den Texten abgelenkt wird, sondern es ist auch so, dass keinen der Kunden das Aussehen einer reinen Info-Seite interessiert.

3) Usability
Das was mich am meisten bedrückt ist momentan das Thema Usability/Barrierefreiheit sowie standardkonformes Programmieren.
Bei vielen Unternehmen ist man sich nicht klar, wieso man gerade diese Themen immer mehr beachten sollte und das spiegelt sich in Ihren Webseiten wieder. Die Auftraggeber wollen zwar die "tollen Features" Usability und Barrierefreiheit (wobei manche noch nicht mal wissen was genau damit gemeint ist), aber dafür dann auch zu zahlen passt ihnen nicht. Für mich ist es normal, dass ich standardkonform und barrierefrei, sowie Usability-orientiert programmiere, aber meine Preise sind damit automatisch höher, als die mancher Mitbewerber, da diese den Auftrag ohne eine Anpassung an heutige "Standards" natürlich um einiges schneller abwickeln können. Manche Dinge, welche ein Unternehmen fordert sind mit dem Thema Usability auch gar nicht unter einen Hut zu bringen. Erzähle ich bswp. einer Firma, dass es nicht sinnvoll ist die Homepage nur als Flash-Version anzubieten, dann schaut man mich ungläubig an und sagt "Aber das haben doch alle!".. Schwupps Auftrag weg, weil ich "anscheinend doch nicht ausreichend qualifiziert bin"...



Generell kann man allerdings auch sagen, dass gerade kleinere Unternehmen sich nicht an professionelle Mediengestalter wenden. Da ist es vielleicht der Sohn, welcher ein bisschen mit Photoshop rumspielt und damit sein Taschengeld verdient, oder es ist der Sohn eines Bekannten. Ich kenne viele solcher Geschichten. Mir wurde schon oft gesagt "Wie bitte? Sie verlangen über 50,-€ die Stunde? Unser Max macht uns das für 100,-€ auf die Hand..."

Genug der Worte ;-)
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Simon Fundner
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 14.07.2005 11:11

Kurt Lochte schrieb am 07.07.2005 um 12:26:

Vielen Dank für die zahlreichen Meinungen zum Thema. Die Lösung ist recht einfach und für den Erfolg brauchen Sie nur einen

erfahrenen, kundenverstehenden, unternehmerisch denkenden Marketingprogrammiererdesignermanager.

Webdesign ist ein sehr spannendes Thema - und ein sehr anspruchsvolles. So verschiedene Persönlichkeiten wie die des Kunden, des Programmierers oder des Designers, gilt es zu steuern und zu motivieren. Nur in wenigen Bereichen der Dienstleistung wird ein so vielfältiges Fachwissen benötigt, um der hohen Verantwortung gegenüber dem Kunden gerecht zu werden, dessen Unternehmen und dessen Produkte erfolgreich über das Medium Internet den Zielgruppen vermittelt werden soll.

Leider sind sich viele kleine und mittelständische Unternehmer sehr oft dieser Verantwortung selbst nicht bewußt! Sie sind überzeugt, im Bereich Marketing und Unternehmenskommunikation alles selbst machen zu können. Das Medium Internet ist aber nur ein Kommunikationskanal. Corporate Identity ist nur etwas für größere Unternehmen? Nein. Auch für ein kleines Unternehmen ist langfristig die ganzheitliche Kommunikation existenziell wichtig.

Ich möchte nur Kunden helfen, die dies erkennen. Kann ich es mir leisten, Aufträge abzulehnen? JA, ich muß.
Der Weg ist sicher länger und schwerer. Aber durch gute Referenzen (nicht Masse sondern Klasse) und Weiterempfehlungen kommt der Erfolg - und es macht einfach mehr Spass!

Um dies zu realisieren, habe ich meine persönlichen Ansprüche angepaßt. Als Freelancer mit Partner-Netzwerk arbeite ich bescheiden von meinem Homeoffice aus. Ich halte die Kosten niedrig, versuche nach dem o.g. Berufsbild zu handeln. Mit einem Team gleichdenkender Partner kann ich die Projekte auch für kleinere Unternehmen wirtschaftlich kalkulieren.

Also dann im Sinne unserer Kunden und für ein besseres Webdesign.

Kurt Lochte




Maurus Blank


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Subject: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 14.07.2005 13:10

> Kurt Lochte schrieb am 07.07.2005 um 12:26:
>
> Die Lösung ist recht einfach und für den Erfolg brauchen Sie nur einen
>
> erfahrenen, kundenverstehenden, unternehmerisch denkenden Marketingprogrammiererdesignermanager.

.. der über eine gute Portion gesunden Menschenverstandes verfügt! Bitte nie vergessen, denn denselben haben viele dem "Business as usual" geopfert.
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Maurus Blank


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Subject: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 14.07.2005 16:43

Maurus Blank schrieb am 14.07.2005 um 13:10:
> > Kurt Lochte schrieb am 07.07.2005 um 12:26:
> >
> > Die Lösung ist recht einfach und für den Erfolg brauchen Sie nur einen
> >
> > erfahrenen, kundenverstehenden, unternehmerisch denkenden Marketingprogrammiererdesignermanager.
>
> .. der über eine gute Portion gesunden Menschenverstandes verfügt! Bitte nie vergessen, denn denselben haben viele dem "Business as usual" geopfert.

Stimmt. Ein gesunder Menschenverstand, Zuhören können, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Kreativität und nicht zuletzt Menschlichkeit gehören dazu.

A. Huber
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Subject: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 21.07.2005 02:34

Kurt Lochte schrieb am 14.07.2005 um 16:43:
> Maurus Blank schrieb am 14.07.2005 um 13:10:
> > > Kurt Lochte schrieb am 07.07.2005 um 12:26:
> > >
> > > Die Lösung ist recht einfach und für den Erfolg brauchen Sie nur einen
> > >
> > > erfahrenen, kundenverstehenden, unternehmerisch denkenden Marketingprogrammiererdesignermanager.
> >
> > .. der über eine gute Portion gesunden Menschenverstandes verfügt! Bitte nie vergessen, denn denselben haben viele dem "Business as usual" geopfert.
>
> Stimmt. Ein gesunder Menschenverstand, Zuhören können, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Kreativität und nicht zuletzt Menschlichkeit gehören dazu.
>


Hallo zusammen,

nach dem ich jetzt so alles durchgelesen, so von oben nach unten, kann ich nur sagen, alle haben irgendwie recht.
Barrierfrei, das Schlagwort der WEBprogrammierung schlechthin.
Anhand der jetzt schon massenhaft schlecht gestylten HP`s, meist noch aus dem vorigen Jahrhundert, wo ja die Boomzeit für viele Grafiker und auch Programmierer anbrach (ist gerade mal 6-7 Jahre her) kommt jetzt auch noch Barrierefrei hinzu.

Hat sich da auch wer schon mal den Gedanken gemacht, dass diese WEBsites auch vertont werden müßten?
Das hat ja mit der Programmierung und Styling nicht so viel zu tun.
Und unsere Sprachforscher haben uns vor fast 20 Jahren schon einiges versprochen!
Und nicht zu vergessen wir leben in Europa.

Von der Leserlichkeit gerade der neueren WEBsites mal ganz abgesehen, wo die Fonts mittlerweile auf 5-6pt runtergehen um möglichst viele Links ohne viel zu scrollen auf einer Site untergebracht werden sollen.
Dies nachdem man gemerkt hat, das Pulldown-Menüs die dann auch noch 3-4 Bäumchen weiter verlinkt sind, die aber meist wieder wegklappen, je nachdem wie die Mousegeschwindigkeiten, -zeiger eingestellt ist, sehr unbeliebt sind.

Gäbe es noch was?
Die Masse der WEBsites, gerade im kommerziellen Bereich, sind meist sehr schön weiß, abgesehen von ein farbigen Zellen und ein paar bunten Buttons hier.
Wo bleibt da der WEBdesigner?, und jetzt kommt auch noch der Mediengestalter massenhaft auf uns zu.

Hier bin ich dabei mit meinem kl. Team (wobei wir auch mit Menschen teilweise aus der WERbung eng zusammenarbeiten) einiges zu ändern, nicht alles (Kunde bestimmt was er will und das soll er auch bekommen), jedoch ich erlaube mir mittlerweile auch genau zu sagen, was wir möchten um die Kundenwünsche, den Kunden(wunsch) auch langfristig in die/der Zukunft bedienen zu können.
Mittlerweile sind wir dabei, gerade im FrontendBereicH das 3. sehr große Portal vorzubereiten.
Genau nach Kundenwunsch und trotzdem so wie wir zukünftiges WEBdesign sehen.
Als Design-Gurus verstehen wir uns aber sehr wohl nicht. Da gibt es sicher bessere.
Jedoch im Schwarz-Weiss-FernsehalteR leben wir dich schon lange nicht mehr.
Noch weitere Fragen/Anregungen?


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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 21.07.2005 09:01

In vielen Agenturen arbeitet man genau auf Kundenwunsch (er bezahlt schließlich die Rechnung) und versucht natürlich seine eigenen Impulse mit einzubringen. Nur - wie sehr oft - wird die Rechnung nicht selten ohne die eigene Zielgruppe gemacht: Den Betrachter

Als Beispiel sei hier die Vertonung zu nennen. Sehr viele - gerade im B2B Bereich surfen vom Arbeitsplatz aus. Entweder sind diese Rechner nicht mit einer Soundkarte und entsprechenden Boxen versehen, oder der erste Seitenbesuch war der letzte, wenn unaufgefordert es plötzlich durch das halbe Büro schallt, das man sich doch gerade auf Seite xy befindet und jeder weiß, das man im Internet ist.

Ob es sich um Sound, FLASH oder ähnliche Technologien handelt. Man darf nie die Rechnung ohne den Betrachter machen. In den wenigsten Fällen wird er nach seinen Wünschen gefragt. In unserer Branche müssen wir auspassen und keine Auftritte erstellen, die zu einem Selbstzweck verkommen und der Sache nicht dienlich sind. Immernoch sind sehr viele mit Schmalbandleitungen unterwegs, die sich bei großen Datenmengen bedanken, die die multimedialen Möglichkeiten nun mal mit sich bringen.

Es kommt immer auf die Zielgruppe an. Im B2B-Bereich stellten wir fest, das die berühmten Seiten mit weißem oder hellen Hintergrund bei den Betrachtern am besten ankommen. Sachliche Information dokumentartig präsentieren und zielgerichteter Einsatz von Farbe.
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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 21.07.2005 10:17

Thomas Bimesmeier schrieb am 21.07.2005 um 09:01:
> In vielen Agenturen arbeitet man genau auf Kundenwunsch (er bezahlt schließlich die Rechnung) und versucht natürlich seine eigenen Impulse mit einzubringen. Nur - wie sehr oft - wird die Rechnung nicht selten ohne die eigene Zielgruppe gemacht: Den Betrachter
>
> Als Beispiel sei hier die Vertonung zu nennen. Sehr viele - gerade im B2B Bereich surfen vom Arbeitsplatz aus. Entweder sind diese Rechner nicht mit einer Soundkarte und entsprechenden Boxen versehen, oder der erste Seitenbesuch war der letzte, wenn unaufgefordert es plötzlich durch das halbe Büro schallt, das man sich doch gerade auf Seite xy befindet und jeder weiß, das man im Internet ist.
>
> Ob es sich um Sound, FLASH oder ähnliche Technologien handelt. Man darf nie die Rechnung ohne den Betrachter machen. In den wenigsten Fällen wird er nach seinen Wünschen gefragt. In unserer Branche müssen wir auspassen und keine Auftritte erstellen, die zu einem Selbstzweck verkommen und der Sache nicht dienlich sind. Immernoch sind sehr viele mit Schmalbandleitungen unterwegs, die sich bei großen Datenmengen bedanken, die die multimedialen Möglichkeiten nun mal mit sich bringen.
>
> Es kommt immer auf die Zielgruppe an. Im B2B-Bereich stellten wir fest, das die berühmten Seiten mit weißem oder hellen Hintergrund bei den Betrachtern am besten ankommen. Sachliche Information dokumentartig präsentieren und zielgerichteter Einsatz von Farbe.


Ich war 5 Jahre WEBmaster in einem großen, weltweit tätigen Konzern angestellt und hatte dort ca. 40.000 Links zu verantworten, mit allem was dazu gehört.
Jedoch habe ich schon nach 1 Jahr gemerkt, wenn nur Sites zum reinem Arbeiten dabei sind, vergeht denn meisten die Lust ständig nach neuen Infos zu sehen (zu denen sie eigentlich verpflichtet gewesen wären und zwar täglich). Nach dem Motto, ist eh immer das gleiche drin.
Und es wurde nur darin gesurft, wenn ein neues Projekt anfiel. Manche Projekte gingen eben ein 1/2 Jahr und mehr. Sie druckten Dokus aus und die wurden dann in Ordnern gelagert und das war es dann.
Dies umging ich, in dem ich reine Info-Sites implementierte.
Für Sekretärinnen und auswärts Tätige z.B. Routenplaner, bis zu sog. Forschungs-linkes zu Unis und diverses mehr an externen Links was für den Konzern wissenswert war.
So habe ich das Interesse der MA geweckt und habe Sie unfreiwillig in die Richtung gelenkt, in der ich sie haben wollte. Privates surfen war damit fast uninteressant
Also alles was ich um das Thema meines Konzern noch alles brauchen konnte.
Jedoch programmiert mit wesentlich weniger weiß als allgemein üblich.
Für die MA habe ich somit eine optische Richtschnur gelegt, wo in welchem Thema sie gerade sind.
Damals auch schon mit sparsamem Einsatz von Fotos. Farbe geht also durchaus, wenn man diese richtig einsetzt.

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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 21.07.2005 11:03

Thomas Bimesmeier schrieb am 21.07.2005 um 09:01:

Zum Thema Kundenwünsche:

Stellen Sie sich einmal folgendes vor: Herr Meier läßt sich zwei Schneider kommen und möchte sich jeweils einen neuen Business-Anzug anfertigen lassen. Herr Meier hat bereits sehr genaue Vorstellungen. Die Farbe des Sakko soll gelb, die der Hose blau sein. Da er immer weisse Socken trägt und dies gerne zeigt, sollen die Hosen 5 cm über den Schuhen enden. Auf dem Rücken der Jacke soll in lila sein Firmenname eingestickt werden. Er trägt nur Kurzarm Hemden. Die Ärmel des Sakko sollen deshalb so kurz gehalten werden, daß seine Digitaluhr aus den Siebzigern so richtig zur Geltung kommen kann.

Schneider 1:
Kommentarlos nimmt der Schneider die Wünsche des Kunden auf, überzeugt ihn aber, daß die Schrift auf dem Rücken der Jacke in der Farbe schwarz besser zur Geltung kommt.
Der Schneider fertigt den Anzug an und liefert ihn Herrn Meier aus. Dieser ist sehr zufrieden. Stolz zieht Herr Meier seinen neuen Anzug bei der nächsten Geschäftsbesprechung an. Er präsentiert seine Unternehmen und seine Produkte. Vistitenkarten, Broschüren und Kataloge sind nach seinem Geschmack gestaltet - ja sogar sein Anzug paßt jetzt auch dazu.
Für ihn ist die Welt in Ordnung. Nur erhält er keine Aufträge und auch keine Rückfragen.

Schneider 2:
Dieser Schneider fragt Herrn Meier, wofür er den Anzug benötigt. Er macht sich ein Bild von Herrn Meiers Unternehmen und dessen Kunden. Er rät Herrn Meier unbedingt von dessen Plan ab und erklärt ihm warum. Er bittet ihn um sein Vertrauen und zeigt ihm einige Anzugs Entwürfe von erfolgreichen Kunden. Auch gibt er fachmännischen Rat bezüglich der Accessoires wie z.B. der Sockenfarbe. Der Schneider mach ihm deutlich, daß er nicht bereit ist, seinen guten Namen für die vom Kunden gewünschte Kombination herzugeben.
Herr Meier beauftragt den Schneider, obwohl er nicht so ganz überzeugt ist. Aber er sagt sich, der Fachmann wird schon wissen was er macht.
Herr Maier trägt den neuen Anzug bei einer Geschäftsbesprechung. Er merkt sehr schnell, das er irgendwie besser ankommt. Das motiviert ihn und seine Präsentation wird perfekt. Er erhält den Auftrag.
Nur die Visitenkarten passen irendwie nicht mehr und die Kataloge sehen ätzend aus! Er ruft den Schneider 2 an und fragt, ob der nicht eine Agentur kennt, die für ihn neue Printmedien erstellen kann.

Fragen:
Von welchem Schneider wird Herr Meier seinen nächsten Anzug wohl fertigen lassen? Trägt Herr Meier immer noch weiße Socken?

Fazit:
Ein fairer Dienstleister hat die Pflicht, seinen Auftraggeber professionell zu beraten, erst recht, wenn dieser einen Weg geht, der falsch ist - denn dessen Kunden werden es ihm ganz sicher nicht mitteilen. Falls kein gegenseitiges Vertrauen erreicht werden kann, sollte der Dienstleister den Auftrag lieber nicht annehmen.

Zum Thema Websites:
Wie auch bei der Ausführung eines Business-Anzugs gibt es beim Webdesign für Business Sites Standards. Barrierefreiheit, W3C konformes XHTML und CSS, leichte Bedienbarkeit, schneller Zugriff auf Informationen, Funktion mit Design im Sinne des Corporate Design und der Zielgruppe.

W3C konform? Das World Wide Web Consortium, oder auch W3C, ist das Gremium zur Standardisierung des World Wide Web betreffender Techniken. Überprüfen Sie Ihre Website über den Online Validator unter
---> http://validator.w3.org
ob sie den technischen Standards entspricht.

so long

Kurt Lochte

Geändert am 21.07.2005 11:08 von Kurt Lochte

Geändert am 21.07.2005 11:24 von Kurt Lochte
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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 21.07.2005 14:21

A. Huber schrieb am 21.07.2005 um 10:17:
> Ich war 5 Jahre WEBmaster in einem großen, weltweit tätigen Konzern angestellt und hatte dort ca. 40.000 Links zu verantworten, mit allem was dazu gehört.
> Jedoch habe ich schon nach 1 Jahr gemerkt, wenn nur Sites zum reinem Arbeiten dabei sind, vergeht denn meisten die Lust ständig nach neuen Infos zu sehen (zu denen sie eigentlich verpflichtet gewesen wären und zwar täglich). Nach dem Motto, ist eh immer das gleiche drin.

Speziell dazu: Bei BBC(dem englischen Fernsehsender) hätten die auch ein teures Portal gehabt und irgendwann durch etwas Wiki-Mäßiges ersetzt wo jeder Mitarbeiter sich einbringen kann. Das würde deutlich besser ankommen. Genaueres weiss ich leider nicht und auch keinen Link mehr zu der Quelle.


Allgemein: Wenn es eine alte Website gibt, sollte man die Logfiles ansehen und z.B. damit argumentieren, was präsenter auf der Hauptseite aufgeführt werden soll. Der Nutzen von "unsere 5 beliebtesten Produkte" sollte jedem schnell einleuchten.

Auch sollte man mit Laptop zum Kunden, dort das Laptop-MODEM ! anschliessen und damit als Demonstration surfen. So surfen nämlich die meisten Kunden wenn es sich um Privathaushalte handelt. Und Unternehmen haben oft immer noch "nur" ISDN, weil es einfach ausreicht.

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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 22.07.2005 10:05

Kurt Lochte schrieb am 21.07.2005 um 11:03:

> Fragen:
> Von welchem Schneider wird Herr Meier seinen nächsten Anzug wohl fertigen lassen? Trägt Herr Meier immer noch weiße Socken?

Antwort:
Das kommt zum einen auf den Herrn Meier an - ganz besonders aber auf den Schneider.
Wenn der Schneider meint, das würde überhaupt nicht passen, er kenne sich aus und würde Herrn Meier schon richtig ankleiden, dann hat er den Auftrag so gut wie verloren - nicht weil er es nicht könnte, sondern weil er den Stolz des Kunden verletzt hat. Herr Meier hat sich Gedanken gemacht und präsentiert mit Stolz seine Idee - jeder möchte gerne ein wenig Designer spielen. Und nun kommt ein dahergelaufener Schneider und zereißt seinen Entwurf. Die meisten Aufträge werden in der Akquise bereits in den Sand gesetzt.

Wäre es nicht viel diplomatischer den Kunden dafür zu loben - vielleicht nicht weil der Entwurf gelungen ist, sondern weil sich der Kunde Mühe gemacht hat. Man schlägt nur ein paar kleine Änderungen vor, hin und wieder einmal eine und stellt es so dar, als wäre alles die Idee des Kunden gewesen. Es ist ein langwieriger Prozess, aber am Ende hat man nicht selten zu 80% das, was man erreichen wollte, sondern auch einen Kunden der hinter diesem Entwurf steht.

> Fazit:
> Ein fairer Dienstleister hat die Pflicht, seinen Auftraggeber professionell zu beraten, erst recht, wenn dieser einen Weg geht, der falsch ist - denn dessen Kunden werden es ihm ganz sicher nicht mitteilen. Falls kein gegenseitiges Vertrauen erreicht werden kann, sollte der Dienstleister den Auftrag lieber nicht annehmen.

...und dies ist nicht nur eine Frage des Wissens, sondern der Diplomatie. Es gibt Kunden, die haben ihre fixe Idee und lassen sich nicht davon abbringen. Die meisten jedoch erwarten, das der Webdesigner sie berät - nur nicht auf die direkte Art.

mfg
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Subject: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 22.07.2005 11:18

Ich habe die Geschichte von Herrn Meier und den beiden Schneidern bewußt übertrieben, um darzustellen, daß nicht jeder Kunde zu jedem Dienstleister paßt. Auf dem freien Markt gibt es sowohl Auftraggeber für den diplomatischen Schneider 1 als auch für den idealistischen Schneider 2.

Eine kundenorientierte Mischung aus den positiven Eigenschaften beider Schneider ist hier sicher eine gute Lösung, mit der beide Seiten leben können. Sind zu viel Stolz und Selbstüberschätzung im Spiel, wird der Weg für den Schneider zum Ziel und das Ergebniss fällt entsprechend aus. Hier muß wohl jeder Schneider selbst entscheiden, wo seine Grenzen sind.

Zitat:
Schimpft mich bloß einen Idealisten - ich bedanke mich dafür.
(Ivo Meier Informatiker/Kunstschaffender)

Kurt Lochte
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Subject: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 22.07.2005 12:46

Kurt Lochte schrieb am 22.07.2005 um 11:18:
> Ich habe die Geschichte von Herrn Meier und den beiden Schneidern bewußt übertrieben, um darzustellen, daß nicht jeder Kunde zu jedem Dienstleister paßt. Auf dem freien Markt gibt es sowohl Auftraggeber für den diplomatischen Schneider 1 als auch für den idealistischen Schneider 2.
>
> Eine kundenorientierte Mischung aus den positiven Eigenschaften beider Schneider ist hier sicher eine gute Lösung, mit der beide Seiten leben können. Sind zu viel Stolz und Selbstüberschätzung im Spiel, wird der Weg für den Schneider zum Ziel und das Ergebniss fällt entsprechend aus. Hier muß wohl jeder Schneider selbst entscheiden, wo seine Grenzen sind.
>
> Zitat:
> Schimpft mich bloß einen Idealisten - ich bedanke mich dafür.
> (Ivo Meier Informatiker/Kunstschaffender)
>
> Kurt Lochte

Das kann ich so bedenkenlos unterschreiben.

mfg
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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 25.07.2005 12:19

A. Huber schrieb am 21.07.2005 um 02:34:

> Barrierfrei, das Schlagwort der WEBprogrammierung schlechthin.

Mit der Barrierefreiheit übertreiben wir "Deutschen" es natürlich wieder einmal ... in vielen Fällen würden wir schon gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen, wenn wir barrierearme Kommunikation anstreben würden. Aber nein, alles muss bis ins kleinste Jota reglementiert werden. Kein Wunder, dass die meisten so konzipierten Websites Kommunikation verhindern, anstatt sie zu fördern.

Orientieren sich Webdesigner/Programmierer an den W3C-Empfehlungen, entstehen schlanke Websites mit semantischem Markup mit kleiner Bandbreite, die schnell im Browser dargestellt werden können und somit auch Spass beim Surfen machen.

> Anhand der jetzt schon massenhaft schlecht gestylten HP`s, meist noch aus dem vorigen Jahrhundert, wo ja die Boomzeit für viele Grafiker und auch Programmierer anbrach (ist gerade mal 6-7 Jahre her) kommt jetzt auch noch Barrierefrei hinzu.

Ist denn "pixelgenaues" Layouten wirklich so erstrebenswert ? Warum hat kaum jemand den Mut auch mal ein "fluides" Layout aufzusetzen, welches sich an das Viewport des Benutzers anpasst ? Wie sieht eine Website aus, die den Benutzer zur Kommunikation animiert ?

> Von der Leserlichkeit gerade der neueren WEBsites mal ganz abgesehen, wo die Fonts mittlerweile auf 5-6pt runtergehen um möglichst viele Links ohne viel zu scrollen auf einer Site untergebracht werden sollen.

Diese Schriftgrössen schliessen soviele Besucher aus ... eine Diskriminierung sondergleichen. Und warum so viele Links ... man schickt doch die Besucher gleich wieder weg, anstatt sie auf der eigenen Website zu halten - sollte man doch meinen oder ?

> ... und jetzt kommt auch noch der Mediengestalter massenhaft auf uns zu.

Mit einer Ausbildung, die auf die Printmedien ausgerichtet ist ... das Internet wird meist nur sehr stiefmütterlich am Rande behandelt.

Grüsse aus dem verregneten Mittelhessen
Wilfried
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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 03.11.2005 22:47

Bei dieser Diskussion fehlt eine wichtige Leistungskomponente, die, so könnte man meinen, das Problem der Spezialisierungen eher noch verkompliziert: Der Text, mit dem Seitenbesucher angesprochen, angeleitet, geführt und letztlich überzeugt werden sollen. Ganz gleich,¬ ob er nun aus vielen Sätzen oder wenigen Worten besteht.

Seit ich Webseiten texte, habe ich viel dazu gelernt über diese spannende Welt.

Wichtigstes Learning: Bei Webprojekten ist es fast unmöglich, die verschiedenen Talente optimal zu kombinieren.
Der ideale Kunde, der passende Texter, der adäquate Designpartner (der Texte auch liest statt nur Zeilen zu gestalten) und der fähige Programmierer treffen für dieses eine, spezielle Projekt so gut wie nie zusammen. Eine Komponente liegt mindestens daneben, sprich: Nicht auf der Schiene der anderen, ob nun im Sinne der Professionalität oder nur der Ausrichtung.

Denn, zweites Keylearning: Viele "Know hows" sind in diesem Bereich Glaubensfrage, Überzeugung des einzelnen. Das macht es ausgesprochen schwierig, dass alle Beteiligten auch tatsächlich an einem Strang ziehen.

Drittes Keylearning: Nicht zu Unrecht glaubt jeder, der schreiben kann, zum echten Texter könne es ja nicht mehr weit sein. Zuviele, die texten, können nämlich gar nicht wirklich schreiben. Deshalb findet man auch viele Webseiten, deren Content seinen Namen nicht verdient, obwohl der Text teuer zu bezahlen war. Und, als wäre das nicht peinlich genug, schreiben zwar alle von Suchmaschinenoptimierung, aber die Texter, die genau dies eigentlich in ihren Texten berücksichtigen müssten, labern von Innovationen und Visionen statt sich mit der Materie wirklich zu befassen.

Ich kenne ausser mir nur zwei Kollegen, die im WWW als Texter aktiv sind, und wirklich wissen, was sie in diesem Bereich zu leisten haben. Und das ist deutlich zu wenig, gemessen an der Gesamtzahl derer, die sich hier tummeln. Auch umgekehrt wird’s ein Schuh: Wer als Programmierer oder Webdesigner oder auch als Kunde glaubt, er kann eine Firmenpräsentation im Web sauber strukturieren, texten und dabei noch den schmalen Grat zwischen platter Verkaufe und manipulativer Handlungsaufforderung begehen, überschätzt sich. Ich persönlich bin jedenfalls fasziniert von der Schwierigkeit, Webseiten erfolgreich zu betexten und lerne jeden Tag Neues dazu.

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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 04.11.2005 00:45

Hallo Simone,

da magst du in gewissem Sinne Recht haben, aber ich würde das ganze nicht so dramatisch sehen. Ich kann an einigen Kollegen und mir selbst belegen, dass es durchaus möglich ist die genannten Punkte unter einen Hut zu bringen.

Ich programmiere seit nunmehr 3 Jahren und habe schon einige größere Plattformen ins Netz gestellt, deswegen denke ich, dass ich mir hier doch schon als 'Profi' ansehen darf. Weiterhin bin ich seit über 4 Jahren im Bereich der Gestaltung tätig und habe auch hier schon viele Aufträge zur vollsten Zufriedenheit der Kunden abgewickelt. Auch höre ich oft Lob und habe schon 2 Preise im Bereich Gestaltung gewonnen.

Das Thema Optimierung von Seiten ist bei mir ein heikler Punkt, da ich strikt auf Barrierefreiheit, Standardkonformität sowie Suchmaschinenoptimierung und Code-Optimizing setze. Sprich bei mir kommt nichts raus, was nicht diese Kriterien erfüllt. Auch hier habe ich schon einige Erfolge aufzuweisen.

Im Bereich Text gestehe ich zwar, dass ich mit ~ 1.5 Jahren Erfahrung noch recht neu dabei bin, aber trotzdem höre ich immerwieder Lob. Natürlich ist das subjektiv und da es hauptsächlich von Kollegen und Freunden kommt kann da auch ein wenig was herkommen, aber trotzdem denke ich nicht, dass es unmöglich ist die Fähigkeiten auf einem Arbeiter zu vereinen.

Sicherlich ist es ein ernorm hoher Aufwand, da man sich in vielen Themen weiterbilden muss und ständig neue Wege gehen muss. Aber ich finde, dass es auch so erst richtig Spaß macht! Ich bin doppelt so stolz auf ein Projekt, welches ich alleine realisiert habe, als wenn noch andere dabei waren.

Das das bei großen Projekten natürlich nicht so ohne weiteres geht ist klar, aber da kann ich auf starke Partner zurückgreifen, welche mit mir zusammen schon viel Arbeitserfahrung haben. Hier hat jeder die gleichen Standards und jeder weiß, was er zu tun hat. So macht das Arbeiten erst richtig Spaß!

Also wie gesagt, ich denke, dass du in soweit Recht hast, dass es nicht allzu viele 'Allroundler' gibt und es für diese auch nicht unbedingt leicht ist, aber unmöglich ist es meiner Meinung nach sicherlich nicht!

BTW: Das das Thema Texten äußerst interessant ist kann ich nur bestätigen! Da sollte sich jeder mal mit beschäftigen. Ich habe es damals eher zwanghaft angefangen und mittlerweile sehe ich mich Sonntags auf dem Sofa liegen und Kurzgeschichten und Texte schreiben ;-)

In letzter Zeit interessiere ich mich aber noch mehr für Typographie. Worte sind stark, aber gebündelt mit der richtigen Typographie sind Sie einfach umwerfend! Kann ich jedem nur empfehlen sich da mal einzulesen. Es macht eine Menge her, wenn man seine Seiten typographisch bearbeitet!

Gruß,
Simon
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Simone Laub
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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 04.11.2005 09:09


Hallo Namenspartner ohne e,
es ist doch nicht die große Challenge, allein mit sich selbst ein Projekt umzusetzen. Man hat den Arbeitsrhythmus, weiss, wie man sich selbst zu organisieren hat usw. Die Herausforderung besteht vielmehr in der Findung und Koordination der verschiedenen beteiligten Persönlichkeiten und Professionen!

Ich beziehe mich nicht auf Shops & Co. Die müssen für gewöhnlich nur in geringem Umfang über ein Unternehmen informieren und ansonsten klare Anweisungen beinhalten, damit der Käufer weiss, was wie zu bekommen ist. Die Technologie ist da tatsächlich wichtiger, intuitive Bedienbarkeit etc.
Mein Metier sind die Firmendarstellungen. Und da stehen einem manchmal tatsächlich die Haare zu Berge: Wer, wie, was in diesem Bereich für Geld verkauft, ist zu großen Teilen ziemlich peinlich. Wie Auftraggeber an diese Aufgabe herangehen, zeigt oft, wie schlecht es wirklich um das deutsche Management bestellt ist. Sie drücken sich geradezu davor, sich tiefer mit den eigenen Themen auseinanderzusetzen, geizen mit Input oder verkomplizieren die Dinge, weil sie so tief involviert sind, dass der klare Blick auf den Menschen und seine Wahrnehmung vernebelt ist. Karriere und personelle Querelen zählen da oft mehr (die Politik machts ja auch öffentlich vor).

Und was manche Selfmade-Programmierer optisch verzapfen, ist zum Heulen und häufig superschlecht programmiert. Wenn sie dann auch noch ungebremst texten dürfen, - oje oje! Kommunikative Strategien sind gleich gar nicht vorhanden! So kommt es, dass in manchen Branchen einer vom anderen abschreibt, die Navistrukturen einander gleichen wie ein Ei dem anderen, dass viele Webseiten auf völlig falsche Begriffe optimiert wurden - wenn überhaupt, oder dass der Satz "Bilder sagen mehr als Worte" 1:1 von Print (wo er zutrifft) aufs Web (wo er nicht zutrifft) übertragen wird.

Meiner Ansicht nach ist der Konsument/Kunde/Interessent im Marketingmix, ja im gesamten Sales Cycle völlig aus dem Fokus geraten. Und gerade bei der Firmenpräsentation im Web sollte er da stehen, wo er mit den üblichen Worten immer hingeschrieben wird: Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Stünde er dort tatsächlich, gäbe es viele erfolgreiche Firmenpräsentationen im Internet, und das Thema Suchmaschinenoptimierung wäre gleich auch mit erledigt.


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Subject: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 08.06.2006 21:52

Thomas Bimesmeier schrieb am 21.07.2005 um 09:01:

> Immernoch sind sehr viele mit Schmalbandleitungen unterwegs, die sich bei
> großen Datenmengen bedanken, die die multimedialen Möglichkeiten nun mal mit sich
> bringen.

Naja, das werden aber immer weniger. Grade große Firmen haben wir gewöhnlich
sehr dicke Leitungen, eigene Proxys etc.

Und der Mythos, daß Firmen PCs grundsätzlich S/W Bildschirme haben, bei den
Browsern Javascript abgeschaltet ist und weder Flash noch sonstige Plugins
installiert sind halte ich auch für überholt. Ich war in den vergangenen Monaten
in einigen Firmen unterwegs. Fast überall hatten die Mitarbeiter schnelle Rechner
mit Flachbildschirmen, Soundkarten und komplett bestückte Browser, oft sogar
Firefox.

Brigitte

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Subject: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 06.10.2007 09:47

Auch wenn ich die HTML-Erstellung auch meistens outsource, kenne ich durchaus ein paar fähige Programmierer die auch spitzen HTML-Umsetzer sind.

[vielen dank für diese aussage. endlich mal jemand der es mit worten richtig dargestellt hat.]

----------------------

[und was ich noch erwähnen möchte zum thema \"webdesigner\".
es gibt sowieso zuviele möchtegerns die sich webdesigner nennen und wenn ich mir deren eigenen webauftritt dann betrachte ich mich dann eigentlich frage, was sie hier eigentlich für einen stuss erzählen. dazu muss ich noch sagen das design und programmieren immer wieder zu sehr verallgemeinert wird obwohl es 2 total verschiedene themenbereiche sind. den von 10 programmierern haben 9 keine ahnung von design und umgekehrt, also ist es nur logisch das bevor ich gross auffahre ich mir erst einmal überlegen sollte nicht doch mit einem guten grafiker zusammenzuarbeiten...]

Geändert am 06.10.2007 09:53 von Jürgen Böhler

Changed at 06.10.2007 09:53 from Jürgen Böhler
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Subject: Re: Re: Gutes Webdesign - Eine Investition in die Zukunft
Posted on: 17.06.2009 13:40

Brigitte Pfennig schrieb am 07.07.2005 um 14:47:
> Hallo Herr Lochte,
>
> nicht zu unterschätzen sind allerdings auch die Fälle, in denen zwar ein Webdesigner ein
> schönes Layout erstellt hat, der zuständige Programmierer das aber nicht pixelgetreu umgesetzt
> hat. Ich verstehe sowieso nicht warum ein Programmierer meist die Programmierung und
> gleichzeitig die HTML-Umsetzung des Layouts macht.
>
> Meiner Erfahrung nach haben Programmierer meist keinen Sinn für (grafische) Ästhetik,
> Programmierer sind zufrieden wenn der Sourcecode "schön" aussieht. Aber alles
> was danach kommt ist meist nur überflüssige "Pflicht" die dann halt auch nur halbherzig
> gemacht wird.
>
> Das Optimum ist es doch daher, daß der Programmierer programmiert, und Templates zur
> Verfügung stellt in der die Elemente bereits als Rohform drin sind, also z.B. nur rudimentäre
> HTML Elemente, Tabellen, Eingabefelder usw. Anschließend übergibt er diese Templates
> an einen HTML Umsetzer, der dann das Layout pixelgenau umsetzt.
>
> Meine Meinung.
>
Hallo Brigitte,

Das stimmt genau. Als Dipl. Designer habe ich selbst die Erfahrung zusammen mit Programmierer gearbeitet zu haben, und feststellen müssen, das überaus Schwierig ist mit denen zu kommunizieren. Nicht desto trotzt, gibt auch gute Kreativen, die genau so gut Programmieren und die Umsetzung auf Punkt bringen können. Mit Berücksichtigung auf das wesentliche Optik und Funktionalität.

Schöne Grüße,

Manoel
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Changed at 17.06.2009 13:44 from Manoel Soares
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